Thriller

Schwesterlein muss sterben

image_1_12815

von Freda Wolff

Inhalt

„Du wirst jetzt schwimmen lernen“, sagt er. „Schwesterlein muss schwimmen können, sonst stirbt sie.“

Bergen in Norwegen. Merette Schulman liebt ihren Beruf als Psychologin – bis sie an Aksel gerät, einen eindeutig soziopathisch veranlagten Patienten. Nicht nur, dass er gesteht, bereits als Vierzehnjähriger seine Stiefschwester getötet zu haben, er scheint auch Merettes Tochter Julia nachzustellen. Als deren Freundin Marie spurlos verschwindet und Merette herausfindet, dass in Aksels Umfeld weitere mysteriöse Badeunfälle geschahen, gerät sie in Panik. Die Opfer waren immer junge Mädchen – wie Julia und Marie.
Ein Thriller, der jede Mutter um ihre Tochter bangen lässt – und alle Töchter um ihre Mütter!
Zum ersten Mal in ihrem Beruf wird die aus Hamburg stammende Psychologin Merette Schulman mit einem Fall konfrontiert, der sie an ihre Grenzen führt. Aksel, ein eindeutig soziopathisch veranlagter Patient, erzählt ihr bereits in der ersten Sitzung von dem Mord an seiner Stiefschwester. Er will ihr offenkundig Angst einjagen – und er erkennt schnell Merettes Schwachstelle: ihre Tochter Julia, die gerade alleine ihre erste Wohnung bezogen hat.
Als Julia dann kurz darauf von einem netten jungen Mann erzählt, den sie kennengelernt hat, schrillen bei Merette alle Alarmglocken: Sind der Patient und der neue Freund ihrer Tochter womöglich ein und dieselbe Person?
Gleichzeitig verschwindet auch noch Julias beste Freundin Marie spurlos – und Aksel erscheint nicht mehr zu den anberaumten Terminen. Merette macht sich auf die Suche nach ihrem Patienten und findet heraus, dass an allen Orten, an denen er sich aufhielt, mysteriöse Badeunfälle geschahen. Die Opfer waren immer Mädchen, deren Alter exakt dem Alter entsprach, das seine Stiefschwester haben würde, wäre sie noch am Leben. Mittlerweile wäre sie 24 Jahre alt – genauso alt wie ihre Tochter Julia.

Der Roman spielt in der norwegischen Hafenstadt Bergen und an der zerklüfteten Schärenküste.

Buchdaten

Klappenbroschur, 400 Seiten
Rütten & Loening
978-3-352-00874-0

14,99 € 

Kaufen

Meine Meinung

„Du wirst jetzt schwimmen lernen“, sagt er. „Schwesterlein muss schwimmen können, sonst stirbt sie.“

»Schwesterlein muss sterben«, beginnt mit einer Vorschau in der Zukunft. 2 Tage zuvor erwacht Julia gefesselt und ohne Erinnerung in einer Scheune. Mitten in der Nacht und nach Stunden der Angst lässt sich ihr Entführer endlich blicken. Er löst ihre Fesseln und zwingt sie in einem offenen dunklen Gewässer schwimmen zu gehen. »Schwesterlein muss schwimmen können, sonst stirbt sie« sind seine Worte…. Und damit beginnt das Buch.
Merette arbeitet schon seit Jahren als Psychotherapeutin und wird nun das erste Mal in ihrer Laufbahn mit einem Fall konfrontiert, der ihr jegliche Beherrschung raubt. Aksel, ein Soziopath, wie er im Buche steht, setzt es sich zum Ziel Merette aus dem Konzept zu bringen und sie dort zu treffen, wo es sie am meisten schmerzt. Bei dem was ihr am wichtigsten ist – ihre Tochter Julia.
Die Situation wird immer unberechenbarer. Als Julia einen Mann kennenlernt, schrillen bei Merette die Alarmglocken. Gibt es zu ihrem Patienten Aksel eine Verbindung? Als Julias Freundin Marie auch noch spurlos verschwindet und Aksel nicht zum vereinbarten Termin erscheint, beginnt Merette auf eigene Faust zu ermitteln.
Auf ihrer Suche stößt sie auf eine Reihe unerklärter Badeunfälle die starke Ähnlichkeit zu der Tat haben die Aksel ihr bei seinem ersten Termin gestanden hat. Nach und nach kommt Erschütterndes ans Tageslicht, was einem im Bann hält und man gerne das ganze Buch an einem Tag lesen würde.
Leider ist das Ende etwas kurz gehalten, wo ich mir mehr Aufklärung und Hintergrund nochmal gewünscht hätte.

Der Thriller springt zwischen den 3 Hauptpersonen, (Merette die Psychologin, Julia ihre Tochter und Aksel- Merettes Patient) hin und her. Und man bekommt einen Einblick in deren jeweilige Welt. Die einzelnen Kapitel sind kurz und übersichtlich gehalten und auch die Schriftart ändert sich bei den Passagen des Täters. Das lockert alles wunderbar auf und lässt sich super lesen.
Ganz besonders hat mir Aksel gefallen. Der Wahnsinn ist förmlich beim Lesen spürbar gewesen und fantastisch in Schriftform umgesetzt worden. Er hat bei mir ein beklemmendes Gefühl hervorgerufen. Während dagegen Julia und Merette zwar toll und stimmig umgesetzt wurden, aber für mich nicht an Aksel rankommen konnten. Aber das ist ja auch Sinn der Sache, wenn man einen Soziopathen erschafft.

Fazit

»Schwesterlein muss sterben« ist rund herum gut durchdacht. Für mich ist es aber eher ein Gänsehaut verursachender Krimi als ein Nervenaufreibender Thriller.

4b

Autor

Freda Wolff ist das Pseudonym des Schriftsteller-Paares Ulrike Gerold und Wolfram Hänel. Ulrike Gerold und Wolfram Hänel (beide Jahrgang 1956) haben Germanistik in Berlin studiert und an verschiedenen Theatern gearbeitet, bevor sie gemeinsam zu schreiben begannen. Heute leben und arbeiten sie meistens in Hannover – und schreiben seit über 20 Jahren im selben Raum und am selben Tisch, ohne sich dabei mehr zu streiten als unbedingt nötig. Im Frühjahr 2014 erscheint ihr Thriller „Schwesterlein muss sterben“ bei Rütten & Loening.

Vielen Dank an den Aufbau Verlag  für das Rezensionsexemplar

imgres

 

l

 

 

 

 

 

 

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s