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Lesevergnügen, eine Momentaufnahme

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( Quelle http://www.weiterbildung-im-fernstudium.de/)

Gestern, um die Mittagszeit, in der DB-Lounge am Berliner Hauptbahnhof. Lange Wartezeiten sind angesagt, Züge haben enorme Verspätung, bzw. fallen ganz aus.
Da gibt es ein gutes Mittel gegen die Langeweile: Lesen!

Für mich eine Möglichkeit, mal wieder eine Bestandsaufnahme zu machen. Was herrscht vor: Buch oder Reader?

Noch immer: das Buch!

Da sitzt eine ältere Dame mit einem Krimi. Viele Seiten hat sie nicht mehr vor sich, wahrscheinlich ist sie kurz vor der Lösung des Falls.

Drei Sitze weiter eine Mutter mit kleinem Kind. Leise liest sie aus einem Bilderbuch vor.

Dicht nebeneinander, ein junger Mann und eine Frau. Er ist etwa in der Mitte des dicken Wälzers von George R.R. Martin: „Das Lied von Eis und Feuer“.

Und sie?
Was liest sie, ganz ungeniert mit rosigen Wangen?
„Shades of Grey“ …

So lustvoll kann man sich die Wartezeit vertreiben.

Und ich muss mal wieder feststellen: Wie schön, dass es noch Bücher gibt. Da können die „Mitleser“ ihre Neugier stillen, sich mitfreuen, allein am Anblick der Titel.

So ein e-Reader gibt seine Geheimnisse ja nicht bekannt …

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7 Kommentare zu „Lesevergnügen, eine Momentaufnahme

  1. Toller Beitrag! Ich finde es immer wieder schön, dass andere es auch so empfinden wie ich es tue. Für mich geht nichts über ein richtiges Buch, seinen Duft, wie es sich anfühlt. Das kann ein E-Reader einfach nicht bieten. Diese Woche bin ich zwar auch schwach geworden, denn seit gestern habe ich auch einen. Er hat sicher seine guten Seiten und seine Vorteile, aber das gute alte Buch wird er bei mir sicher nicht aus den Regalen vertreiben.

    LG,
    Nicole

    1. schon alleine das Gefühl eines Raums wo es Bücherregale gibt ist unbeschreiblich =).. aber fühl dich nicht schlecht. Ich habe auch einen Reader, und mit Kleinkind das Beste was ich machen konnte. Es gibt Zeiten, da würde ich sonst gar nicht zum lesen kommen. Mit einer Hand lässt es sich einfach doof halten und umblättern…

  2. Beobachten geht mit dem Reader tatsächlich schlecht, aber er kann auch zu netten Gesprächen führen. Ich saß neulich in der U-Bahn, in der Hand meinen Kindle und in mein aktuelles Buch vertieft. Neben mir saß ein junger Mann, ebenfalls mit einem E-Reader bewaffnet. Irgendwann fragte er mich: »Und, was lesen Sie?« – Er war wohl auch ein neugieriger Buchbeobachter. 😉

    1. hihi, da kann ja tatsächlich auch mehr entstehen *g ich weiß noch damals die Zeit wo Feuchgebiete auf den Markt kam und in der U Bahn oft Leute saßen die das gelesen haben. Und man die peinliche Berührtheit im Gesicht sehen konnte. Beim Reader kann man solche Bücher ja gut tarnen.. so wusste jeder was man da gerade liest. =D

      1. Hihi, so hab ich das noch gar nicht gesehen. Aber stimmt, wer solche Bücher liest, ist mit einem Reader gut beraten. Dann kann man sich die Bücher auch bequem von zu Hause aus kaufen und braucht dem Buchhändler an der Kasse nicht mehr erzählen, dass es „für eine Freundin“ ist. Solche Bücher werden ja prinzipiell NUR für Freundinnen gekauft. 😉

  3. Hier im Frankfurter Raum überwiegen mittlerweile schon fast die Reader, Tablets etc…Aber zum Glück gibt’s doch noch die eine oder andere Zeitung oder ein Buch zu sichten. In den letzten Wochen konnte ich eine Person dabei beobachten, wie sie nach und nach die Game of Thrones-Reihe verschlungen hat 😀

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