Thriller

Passagier 23 – Sebastian Fitzek

fitzek

von Sebastian Fitzek

Inhalt

Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt …

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm …

Buchdaten

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (29. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426510170
  • ISBN-13: 978-3426510179
  • Originaltitel: Passagier 23

Inzwischen sogar als Hörspiel zu haben.

Trailer

meine Meinung

Passagier 23 hat mich wortwörtlich mitgerissen.

Mitgerissen in eine Welt wo man abgrundtiefen Hass in sich spürt, schreien möchte.. fassungslos den Kopf schüttelt. Das eine oder andere Mal hatte ich sogar die Hand vor den Mund und die Luft angehalten.

Auch wenn seine Figuren nicht bis ins letzte Detail ausgearbeitet wurden, hat es mich hier überhaupt nicht gestört. Die Vergangenheit des Hauptprotagonisten wurde hart und schonungslos auf den Tisch geknallt und man war nach einem kurzen blutigem Prolog schon direkt im grausamen Alltag des verdeckten Ermittlers Martin. Der an einem Fall in meiner Heimatstadt arbeitet und kurz vor dem Durchbruch steht. Schon dieser erste Fall lies mich in meinem Abendbrot innehalten und Gedanken wie “ schneidet er echt so ein Thema an? “ und  „Will ich das lesen?“ kamen mir in den Sinn.  Da ich eine entscheidende Kleinigkeit nicht wusste traf es mich erstmal unvorbereitet. An der Stelle zitiere ich mal Fitzek.

Gewalt gegen Kinder beeinflusst wie kein zweites Thema den Inhalt meiner Bücher.

Als Autor versuche ich mit meinen Texten die Ohnmacht, aber auch meine Wut zu verarbeiten, die ich als Familienvater in mir trage, wenn ich während meiner Recherchen sowie im alltäglichen Leben mit dem Leid konfrontiert werde, das unseren Kleinsten widerfährt. Als Botschafter des Deutschen Kindervereins will ich versuchen, dieses wichtige Thema noch mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, damit den Schutz-bedürftigsten in unserer Gesellschaft besser geholfen werden kann. Ich würde mich freuen, wenn Sie mich dabei unterstützen.  Quelle: Sebastian Fitzek

Hätte ich das vorher gelesen.. ich wüsste nicht ob ich je ein Buch von ihm gelesen hätte. Auf der einen Seite könnte ich schreien vor Schmerz, auf der anderen Seite ist es ein sehr wichtiges Thema, was an die Öffentlichkeit gehört um Aufmerksam zu machen.

Aber zurück zum Buch. Fitzeks Talent liegt eindeutig darin den Leser in einen Sog zu ziehen, das man ohne Probleme seine Geschichte in einem Zug lesen kann. Bei Passagier 23 kam nicht eine Sekunde langweilige Passagen vor, die in mir den Wunsch geäußert hätten ein paar Seiten vor zu Blättern, um an eine spannende Stelle zu springen. Es war vom Beginn bis hin zum Prolog, der nach der Danksagung kam, spannend. Und ließ mich befriedigt zurück.

Zum eigentlichen Inhalt möchte ich nichts schreiben, da ich damit nur Spoilern könnte. Bei dem Buch reicht die Inhaltsangabe völlig aus. Fitzek baut die ersten 100 Seiten viele Handlungsstränge auf, die zum Ende hin alle zusammen laufen und keine Fragen offen Lassen. Er ist ein Meister seines Fachs und hat für viele spannende Momente gesorgt.

Was total toll war, war damals die Werbung die um das Buch gemacht wurde.  Hier mal ein Link zur Sultan of the Seas.  Langsam aber sicher werden die Anfänge des interaktiven Lesens geschaffen.

Checke an Bord ein

Fazit

Ich bin begeistert! Passagier 23 war mein erster aber definitiv nicht mein letzter Fitzek . Eine ganz klare Leseempfehlung. Ich liebe den Schreibstil von ihm, der verschwiegene Themen an die Oberfläche katapultiert und trotz allem eine charmante Prise trockenen Humor nicht vergisst.

4b

über den Autor

Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. „Therapie“, erschienen 2006, war sein erstes Werk – und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie – und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender „Mailoholic“ ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin.

 

 

 

 

 

 

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2 Kommentare zu „Passagier 23 – Sebastian Fitzek

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