Roman

Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

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von

Haruki Murakami

Das Rezensionsexemplar wurde mir vom Dumont Buchverlag zur Verfügung gestellt. Einen herzlichen Dank dafür.

Inhalt:

Murakamis Rekordbestseller – ein Epos um Freundschaft, Einsamkeit und Schuld

Der junge Tsukuru Tazaki ist Teil einer Clique von fünf Freunden, deren Mitglieder alle eine Farbe im Namen tragen. Nur Tsukuru fällt aus dem Rahmen und empfindet sich – auch im übertragenen Sinne – als farblos, denn anders als seine Freunde hat er keine besonderen Eigenheiten oder Vorlieben, ausgenommen vielleicht ein vages Interesse für Bahnhöfe. Als er nach der Oberschule die gemeinsame Heimatstadt Nagoya verlässt, um in Tokio zu studieren, tut dies der Freundschaft keinen Abbruch. Zumindest nicht bis zu jenem Sommertag, an dem Tsukuru voller Vorfreude auf die Ferien nach Nagoya zurückkehrt – und herausfindet, dass seine Freunde ihn plötzlich und unerklärlicherweise schneiden. Erfolglos versucht er wieder und wieder, sie zu erreichen, bis er schließlich einen Anruf erhält: Tsukuru solle sich in Zukunft von ihnen fernhalten, lautet die Botschaft, er wisse schon, warum. Verzweifelt kehrt Tsukuru nach Tokio zurück, wo er ein halbes Jahr am Rande des Selbstmords verbringt.
Viele Jahre später offenbart sich der inzwischen 36-jährige Tsukuru seiner neuen Freundin Sara, die nicht glauben kann, dass er nie versucht hat, der Geschichte auf den Grund zu gehen. Von ihr ermutigt, macht Tsukuru sich auf, um sich den Dämonen seiner Vergangenheit zu stellen.

 

Buchdaten

318 Seiten, Hardcover
Originaltitel: Shikisaki wo motanai Tazaki Tsukuru to kare no junrei no toshi
Originalverlag: Bungei Shunju, 2013
EUR 22,99 [D] / 32,90 sFr.
Erstverkaufstag: 03.01.2014
ISBN 978-3-8321-9748-3
Meine Meinung
 

Es hat ein paar Seiten gebraucht, bis ich mich auf den Schreibstil von Haruki Murakami einlassen konnte. Es ist anderes als die üblichen Bücher, die ich sonst lese. Mmh.. wie beschreibe ich es am besten? Es ist eine gewaltige Explosion von Bildgewanter und poetischer Sprache. Die in jeder Seite des Buches die japanische Mentalität durch Scheinen lässt. Es ist ruhig und bewusst geschrieben. Am besten lässt es sich so beschreiben: Wenn ich esse, dann esse ich, und wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Es ist trotz gewählter und höflicher Sprache nicht einschläfernd gewesen, sondern konnte schnell einen hohen Spannungsbogen einbringen und aufrechterhalten.

Das Buch hat mich an meiner Kultur und dem schnelllebigem Leben, dass die meisten führen, zweifeln lassen. Kaum einer kann sich mehr richtig konzentrieren, bewusst zuhören, in Ruhe aussprechen was gesagt werden soll. Wer nimmt sich heute noch die Zeit und beobachtet in der Natur das Leben um sich herum? Ich konnte aus dem Buch eine Menge für mich persönlich ziehen und kann es nur jedem ans Herz legen, sich darauf einzulassen. Nicht in Hektik, sondern das Buch in Ruhe zu lesen und auf sich wirken zu lassen.

Story

Tsukuru Tazaki ist Mitte dreißig und lebt in Tokio. Er baut Bahnhöfe. Das ist auch mit das einzige, was Tsukuru seiner Ansicht nach kann. Er empfindet sich als farbloses leeres Gefäß, der niemandem etwas zu geben hat und deswegen immer wieder von Freunden verlassen wird. Bis Sara ihm begegnet. Zum ersten Mal in seinem Leben fühlt er etwas Starkes für eine andere Person. Doch Sara spürt, dass ihn etwas tief im Inneren seiner Seele gefangen hält, was nicht verarbeitet wurde. Und schickt in auf eine Reise in seine Vergangenheit. Dort soll er sich den lauernde Dämonen, die seine Gedanken bis dato beherrschten, stellen. Tsukuru Tazaki durchlebt seine Jugend und Studienzeit noch einmal und lernt einen neuen Blickwinkel auf sich und die Welt zu werfen

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 Fazit
Wenn man sich fallen lassen kann, ist es eine zauberhafte Geschichte. Die ich jedem ans Herz legen kann.
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Autor
Haruki Murakami wurde 1949 in Kyoto, Japan geboren und wuchs in Kobe auf. Nach abgeschlossenem Studium verließ er 1975 die Waseda-Universität in Tokio, wo er anschließend sieben Jahre lang Eigentümer einer kleinen Jazz-Bar war. Sein erster Roman, „Hear the Wind sing“ (1979), brachte ihm den Gunzou-Förderpreis ein.
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