Krimi

Die Frau im blauen Kostüm – Helga Beyersdörfer

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von Helga Beyersdörfer

Inhalt

Aufopferungsvoll umsorgt Haushälterin Doris Klee den kranken und herrischen Henning Borsig – allerdings nicht nur aus purer Menschenliebe: Den Löwenanteil seines Vermögens hat er ihr versprochen, wenn sie bei ihm ausharrt. Doch hinter ihrem Rücken ändert Borsig seine Pläne. Als Doris dahinterkommt, packt sie glühender Zorn. Niemand soll bekommen, was ihr zusteht! Sie wird es sich nehmen. Systematisch, penibel und gnadenlos geht sie ans Werk. Dabei bemerkt sie zunächst nicht, dass sie einen Gegenspieler hat: intelligent, entschlossen – und selbstverständlich weiblich …

Buchdaten

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. April 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342663791X
  • ISBN-13: 978-3426637913
  • 7,95

Meine Meinung

Ich kann noch nicht mal mehr sagen woher ich das Buch habe. Ich weiß nur das es schon sehr lange im Schrank stand und schon leicht gelbliche Blätter bekommen hat. Ich kann auch nicht sagen, warum es einer der wenigen Bücher ist welches meine Bücherauflösung überlebt hat, sowie warum ich es in die Hand nahm mit dem festen Entschluss es zu lesen. Obwohl ich es noch nie in Betracht gezogen hatte, und meinem SuB riesig ist. Aber ich habe es getan und nicht bereut.

Alleine die Tatsache das Krimis bei mir immer ein winterliches Kuschelgefühl auslösen, sollte mich öfter in dieses Genre treiben. Ein heißer Tee dazu und die Welt ist in Ordnung, zumindest in meinen vier Wänden.

Aber nun zum Buch

Wer einen Polizei lastigen Krimi mit Verfolgungsjagd erwartet, wird von diesem Buch enttäuscht werden. Aber wer es gerne ruhig und entspannt angeht und mehr wert auf Ausarbeitung und Sprachstil, sowie Charakterdarstellung legt, ist bei dem Buch genau richtig. Sehr einfühlsam und mit toller Sprache sowie vielen Verbildlichungen erschafft die Autorin eine feingesponnene Geschichte, die das wahre Leben schon oft erzählt hat.

Doris Klee hat ihr Leben lang alles für die Familie Borsig gegeben. Als ihr nun hinterrücks das versprochene Haus für all ihre Mühe doch nicht zugedacht wird, bringt das eine Lawine ins rollen.  Sie beschließt einen fürchterlichen Plan in die Tat umzusetzen, um sich das zu nehmen was ihr zu steht. Wir können mit erleben wie bei einer unscheinbare ältere Dame durch Enttäuschung und Wut alle Antennen durchbrennen. Und so entwickelt alles ein Eigenleben und läuft aus dem Ruder.

Ihre kleinen Tagebucheinträge geben den gewissen Reiz und der Wahnsinn wird zum greifen nahe. Es ist schön das die Autorin die aufgebauten Handlungsstränge am Ende hin zusammen führt ohne offene Fragen zu hinterlassen, obwohl es einen leichten Geschmack von “ ich muss fertig werden “ hinterlässt

Fazit

Ein guter Krimi nach dem Motto “ in der Ruhe liegt die Kraft“ welcher mit bildgewaltiger Sprache überzeugt und fesselt

4b

Autor

Helga Beyersdörfer studierte in Frankfurt a. M., bevor sie eine Ausbildung zur Journalistin absolvierte. Sie arbeitete als Redakteurin bei der „Frankfurter Rundschau“, beim Zeit-Magazin, beim „Stern“ und bei Sat.1. Helga Beyersdörfer lebt in Hamburg und Berlin. Bei Knaur veröffentlichte sie u. a. die erfolgreichen Worpswede-Romane „Moornächte“ und „Irrlichter“.

 

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